Entwicklungsstrategie Indonesiens
Die indonesische Regierung verfolgt eine multisektorale Transformationsagenda mit wirtschaftlicher Diversifizierung, Dekarbonisierung und struktureller Inklusion als Leitprinzipien:\
Nation und eine aufstrebende G20-Volkswirtschaft. Mit über 17’000 Inseln, hoher Biodiversität, jungem Bevölkerungspotenzial und wachsender Industrie ist Indonesien ein strategisches Schlüsselund Schwellenland im asiatisch-pazifischen Raum.
Zugleich steht das Land vor enormen Herausforderungen: rasche Urbanisierung, massive Entwaldung, hohe Emissionen aus Landnutzung, wachsende soziale Ungleichheit zwischen urbanen Zentren und abgelegenen Regionen sowie zunehmende Klimarisiken durch steigenden Meeresspiegel, Dürren und Überschwemmungen.
Indonesien befindet sich im Übergang von einem extraktivistisch geprägten Modell zu einem nachhaltigkeitsorientierten Entwicklungspfad. Dieser Wandel ist komplex, aber entscheidend – für die regionale Stabilität, globale Klimaziele und die Lebensgrundlagen von über 275 Millionen Menschen.
Die indonesische Regierung verfolgt eine multisektorale Transformationsagenda mit wirtschaftlicher Diversifizierung, Dekarbonisierung und struktureller Inklusion als Leitprinzipien:\
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Vision: Indonesien als „entwickelter, inklusiver, grüner Archipelstaat“ mit starker lokaler Wirtschaft, nachhaltiger Ressourcenbewirtschaftung und digitaler Transformation.
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Umsetzungspfad für die nationalen Klimaziele bis 2030 und Netto-Null-Emissionen bis 2060; Integration kohlenstoffarmer Planung in nationale Haushalts- und Entwicklungsstrategien.
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Förderung regenerativer Rohstoffe, Kreislaufwirtschaft und dekarbonisierter Wertschöpfung in Bereichen wie Palmöl, Textil, Aquakultur, Biomasse und Geothermie.
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Stadtentwicklungsprojekt zur Errichtung einer klimafreundlichen, resilienten neuen Hauptstadt im Osten von Kalimantan – als Symbol nachhaltiger Staatsmodernisierung.
Diese Strategien verknüpfen wirtschaftliche Ambition mit sozialer Kohärenz und ökologischer Resilienz – eingebettet in internationale Nachhaltigkeitsverpflichtungen wie die Agenda 2030 und das Pariser Klimaabkommen.
Indonesien zählt zu den Ländern mit dem höchsten jährlichen Waldverlust weltweit – durch Palmölplantagen, Holzeinschlag und Infrastruktur. Indigene und lokale Gemeinschaften sind von Enteignung, Lebensraumverlust und Konflikten betroffen.
Viele Arten – insbesondere auf Sumatra, Borneo und Papua – sind durch Lebensraumverlust, Wilderei und illegalen Handel gefährdet. Gleichzeitig fehlen Kapazitäten für Monitoring, Schutz und Wiederaufforstung.
Während sich urbane Regionen wirtschaftlich dynamisch entwickeln, bleiben viele Inseln und Provinzen – etwa Nusa Tenggara Timur, Papua oder Kalimantan – unterversorgt. Die ländliche Armut beträgt in Teilen über 25 %.
Globale Allianzen & multilaterale Kooperationen
Indonesien ist eines der ersten Länder mit einer JETP-Vereinbarung (USD 20 Mrd., unter anderem mit Deutschland, Japan, USA) zur Beschleunigung der Energiewende – mit Fokus auf Kohleausstieg, Netzausbau und dezentraler Erzeugung.
Internationale Partnerschaften mit Norwegen, dem Green Climate Fund und multilateralen Akteuren fördern den Schutz tropischer Regenwälder und die Stärkung indigener Waldgovernance.
Indonesien koordiniert regionale Nachhaltigkeitsformate innerhalb der ASEAN, verfügt über eine aktive SDG-Plattform und ein nationales SDG-Secretariat mit subnationaler Anbindung.
Die Green Nations Foundation wirkt in Indonesien entlang vier priorisierter Transformationsachsen:
Unterstützung partizipativer Schutzgebiete, Kartierungsinitiativen und indigener Biodiversitätsgovernance auf Sumatra, Kalimantan und Papua.
Förderung stadtökologischer Infrastruktur (Grünräume, Schwammstadtmodelle), dezentraler Wassersysteme und Risikoprävention in klimaanfälligen Küstenzonen.
Aufbau lokaler Innovationszentren für regenerative Agrarsysteme, Recycling, Biogastechnologie und Solaranwendungen – insbesondere in entlegenen Provinzen.
Kooperation mit Berufsschulen, Universitäten und Tech-Hubs zur Qualifizierung von Jugendlichen in erneuerbarer Energie, Naturbasierter Infrastruktur und digitaler Agrarökonomie.
Unsere Arbeit in Indonesien leistet gezielte Beiträge zu folgenden Zielen der Agenda 2030: