Entwicklungsstrategie Mexikos
Die Regierung verfolgt einen Transformationskurs mit Fokus auf ökonomische Reindustrialisierung, Energieunabhängigkeit, soziale Grundversorgung und territoriale Gerechtigkeit:
Mexiko ist das bevölkerungsreichste spanischsprachige Land der Welt, die zweitgrösste Volkswirtschaft Lateinamerikas und ein global bedeutender Schwellenstaat. Es verbindet stark industrialisierte Regionen mit traditionellen ländlichen Räumen, hohe Biodiversität mit urbaner Übernutzung, wirtschaftliche Offenheit mit tief verankerten sozialen Ungleichheiten.
Als Mitglied der G20 und der OECD, mit dichten Handelsverflechtungen (v. a. mit den USA) und einer führenden Rolle in regionalen Nachhaltigkeitsforen verfügt Mexiko über ein starkes institutionelles Fundament. Gleichzeitig ist es konfrontiert mit massiver Landdegradierung, Wasserstress, Gewaltökonomien und einer tiefen Fragmentierung zwischen formeller Governance und realer territorialer Kontrolle in manchen Regionen.
Inmitten dieser Spannungsfelder verfolgt Mexiko heute eine neue strategische Linie: soziale Kohäsion, Klimaschutz und wirtschaftliche Souveränität sollen nicht länger im Widerspruch stehen – sondern gemeinsam den Weg in eine resiliente, gerechte Zukunft ebnen.
Die Regierung verfolgt einen Transformationskurs mit Fokus auf ökonomische Reindustrialisierung, Energieunabhängigkeit, soziale Grundversorgung und territoriale Gerechtigkeit:
.png)
Rahmenplan mit Fokus auf sozialer Teilhabe, Korruptionsbekämpfung, Infrastrukturinvestitionen und Gleichverteilung staatlicher Leistungen im Raum.
%20(1).png)
Strategie für ökologischen Schutz, Wassermanagement, Biodiversitätssicherung und Wiederaufforstung – inkl. Umsetzung internationaler Klima- und Umweltziele.
%20(1).png)
Verbindlicher Fahrplan zur Reduktion der Emissionen, zum Schutz gefährdeter Regionen und zur Förderung regenerativer Energieträger, besonders im Süden und an den Küsten.
%20(1).png)
Zukunftsprogramm zur Entwicklung grossflächiger Solar- und Wasserstoffprojekte im BundesstaatSonora – als Schlüsselprojekt für grüne Industriepolitik und Exportpotenzial.
Diese Strategien zielen darauf ab, Mexikos strukturelle Spannungen durch eine klimaverträglicheWirtschaft, dezentrale Sozialinfrastruktur und ökosystembasierte Planung aufzulösen.
Über 70 % des Landes gelten als trocken oder halbtrocken. Megastädte wie Mexiko-Stadt stehen vor einer chronischen Wasserknappheit. Grundwasserspiegel sinken, Infrastruktursysteme sind vielerorts überaltert oder korruptionsanfällig.
Mexiko gehört zu den fünf artenreichsten Ländern der Welt – zugleich verzeichnet es hohe Entwaldungsraten, Bodenerosion und Verlust von Feuchtgebieten. Küstenregionen sind massiv von Extremwetter betroffen.
Während der Norden Mexikos weitgehend industrialisiert ist, sind südliche Bundesstaaten (Chiapas, Oaxaca, Guerrero) von Armut, schwacher Infrastruktur und marginalisierter indigener Bevölkerung geprägt. In mehreren Regionen beeinflussen nicht-staatliche Akteure die Entwicklungsrealität.
In Ballungsräumen leben Millionen Menschen in informellen Siedlungen – oft ohne gesicherte Wasser-, Energie- oder Abfallversorgung. Städte wie Monterrey, Guadalajara oder Puebla stehen unter hohem Druck, klimafeste Stadtentwicklung umzusetzen.
Mexiko ist Partner der NDC-Partnership, erhält Mittel aus dem Green Climate Fund und dem CleanTechnology Fund. Mit Deutschland und den USA bestehen Programme zur Förderung erneuerbarerEnergien, Netzintegration und Effizienztechnologie.
Im Rahmen des REDD+ Programms, mit FAO, UNDP und GEF, setzt Mexiko auf partizipativenWaldschutz, indigene Kooperationsprojekte und nachhaltige Landnutzung im südlichen Hochlandund im Yucatán.
Mexiko hat eine der institutionell am besten entwickelten SDG-Umsetzungsarchitekturen derRegion – inkl. nationalem Monitoring-System, SDG-Finanzstrategie und Multi-Stakeholder-Plattform.
Die Green Nations Foundation fokussiert sich in Mexiko auf vier zentrale Wirkungsfelder:
Förderung dezentraler Wasserlösungen in peripheren Stadtgebieten, inkl. Speichersystemen, Filtration und kommunaler Wiederverwendung – z. B. in Puebla, León oder Guadalajara.
Stärkung agrarökologischer Produktionssysteme, Wiederaufbau lokaler Saatgutsysteme und Marktzugang für indigene Produzent*innen in Oaxaca, Chiapas und Yucatán.
Ausbau technischer Ausbildungsprogramme für Solar, Wind, Gebäudeeffizienz und Recycling in Partnerschaft mit Bildungsinstitutionen und grünen Industriekorridoren.
Unterstützung von Regionalentwicklungsplänen, Gender-Initiativen und SDG-Verankerung auf subnationaler Ebene – in Abstimmung mit der mexikanischen SDG-Governance-Struktur.
Unsere Arbeit in Mexiko stärkt konkret: