BRICS

Systeme in Bewegung – neue Räume globaler Kooperation
Kontext

BRICS als geopolitischer Strukturwandel

Die 2001 ursprünglich als wirtschaftliche Sammelkategorie (Brasilien, Russland, Indien,China) eingeführte Gruppe hat sich spätestens seit den 2010er-Jahren zu einemrealpolitischen Block verdichtet – mit wachsendem Anspruch auf politische, wirtschaftliche und institutionelle Eigenständigkeit gegenüber den dominierenden westlichen Governance-Strukturen.

Mit der Erweiterung um weitere Länder im Rahmen von BRICS+ (u. a. Ägypten, Äthiopien, Iran, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, ab 2024) verändert sichdas Profil: aus einer wirtschaftlich begründeten Ländergruppe wird ein potenziellalternatives Kooperationssystem, das eine multipolare Weltordnung nicht nur fordert, sondern mitgestaltet.

BRICS+ steht nicht für Blockdenken – sondern für den Versuch, strukturelle Asymmetriendes bestehenden multilateralen Systems durch neue Formate zu überwinden.

Wirtschaftliche Bedeutung und marktwirtschaftliches Potenzial

Gemeinsam repräsentieren die BRICS-Staaten heute:
40 %
der Weltbevölkerung leben in dieser Region.
25%
des globalen BIP (nominal) entfallen darauf.
30%
der weltweiten Industrieproduktion wird hier erzeugt.
45%+
des landwirtschaftlichen Outputs stammen aus dieser Region.
25%
der Weltbevölkerung wird bis 2050 allein in Afrika leben – ein wachsendes Zentrum für Transformation.
60%
des Beitrags zum globalen Wachstum bis 2030 – je nach Quelle – wird hier generiert.
25%
der Weltbevölkerung wird bis 2050 allein in Afrika leben – ein wachsendes Zentrum für Transformation.
25%
der Weltbevölkerung wird bis 2050 allein in Afrika leben – ein wachsendes Zentrum für Transformation.
25%
der Weltbevölkerung wird bis 2050 allein in Afrika leben – ein wachsendes Zentrum für Transformation.
25%
der Weltbevölkerung wird bis 2050 allein in Afrika leben – ein wachsendes Zentrum für Transformation.

Die Erweiterung zu BRICS+ schafft neue marktwirtschaftliche Perspektiven:

Währungssouveränität & De-Dollarisierung: Diskussionen über neue Abrechnungssysteme jenseits des US-Dollars gewinnen an Tiefe
Süd-Süd-Finanzarchitektur: Die New Development Bank (NDB) gewinnt als alternatives multilaterales Finanzierungsinstrument an Bedeutung
Energie, Rohstoffe, Industriepolitik: Staaten wie Saudi-Arabien, Russland, Chinaund Iran schaffen durch Koordination in Rohstofffragen neue Einflussachsen
Digitalisierung & Innovation: China, Indien und Brasilien treiben digitale Binnenmärkte und Tech-Souveränität voran
Die Hoffnung: Kooperation auf Augenhöhe – mit institutionellen Formaten, die nicht auf Konditionalitäten, sondern auf Gegenseitigkeit beruhen.

Greennations-Perspektive: Was wir beobachten, was wir einbringen

Für Greennations sind BRICS/BRICS+ keine Allianz „gegen den Westen“, sondern einentwicklungsstrategisch relevanter Raum, in dem neue Ansätze für globale Kooperationerprobt werden – mit direktem Einfluss auf:
Entwicklungsfinanzierung: Neue Finanzierungsmechanismen (z. B. durch die NDB) beeinflussen regionale Projektarchitekturen – auch in Afrika und Lateinamerika
Governance-Diversität: Die Vielfalt der BRICS+-Mitglieder bringt neueinstitutionelle Logiken, aber auch Herausforderungen für transnationale Abstimmung
Technologiekooperation: Digitale Souveränität, Datenregulierung und regionale Plattformen gewinnen an geopolitischem Gewicht
Klimapolitik: BRICS+ ist ein relevanter Player in Klimaverhandlungen – ab
Greennations engagiert sich in multilateralen Foren und regionalen Strategieräumen, um Kooperationsfähigkeit zwischen alten und neuen Formaten zu ermöglichen – nicht ideologisch, sondern systemisch.

Risiken & Realitäten

Trotz ihres Potenzials bleibt BRICS+ ein heterogener Verbund.

Politische Systeme, Interessenlagen, wirtschaftliche Entwicklungsstände undaußenpolitische Agenden divergieren erheblich

Entscheidungsprozesse bleiben oft informell, wenig transparent und ohneverbindliche Integration

Die Alternative zu bestehenden Strukturen ist (noch) kein belastbares Gegensystem

Auch die Koordinierung innerhalb der Entwicklungsarchitektur ist begrenzt: Bisherfehlen operative Mechanismen, um BRICS-Investitionen strukturell an SDG-kompatible oder klimaneutrale Zielsysteme rückzukoppeln.

Der Weg zu multipolarer Gleichwertigkeit führt nicht über symbolische Stärke – sondernüber institutionelle Verlässlichkeit.

Chancen für eine neue globale Entwicklungsbalance

Trotz struktureller Spannungen eröffnet BRICS+ die Möglichkeit,
regionale Ownership zu stärken,
Süd-Süd-Kooperation nicht nur normativ, sondern operativ zu verankern,
und globale Systemasymmetrien institutionell abzufedern.
Für Partner im Globalen Süden bedeutet das: mehr Verhandlungsspielraum, mehr Auswahloptionen, aber auch mehr Komplexität.

Greennations sieht darin nicht ein Ende westlicher Strukturen – sondern eine neue Entwicklungsalgebra, in der Wirkung dort entsteht, wo Systeme interoperabel werden.

Unser Ansatz

Greennations beobachtet, analysiert und begleitet die Dynamik rund um BRICS/BRICS+mit einem systemischen Blick. Unsere Schwerpunkte:
Regionale Anschlussfähigkeit: Wir entwickeln Clusterprogramme, die auch fürBRICS+-Partner strukturierbar sind
Finanzarchitektur-Vermittlung: Wir helfen, öffentliche und hybrideEntwicklungsfinanzierung entlang internationaler Standards undWirkungspfadlogiken zu verknüpfen
Plattformformate: Wir bauen Foren, in denen Stakeholder aus verschiedenenOrdnungslogiken kooperativ agieren können – auf Augenhöhe, mitWirkungspflicht
Wir sind kein Fürsprecher und kein Kritiker – wir sind Strukturgeber. Greennations schafft Räume, in denen Kooperation zwischen multipolaren Akteuren möglich und messbarwird.
Gemeinsam Lösungen gestalten

Plattformen für nachhaltigen Wandel

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