Entwicklungsstrategie Perus
Die peruanische Regierung verfolgt eine auf Nachhaltigkeit und Regionalisierung ausgerichtete Agenda mit klarem Fokus auf Klimaschutz, Armutsbekämpfung und dezentrale Stärkung:
Peru ist ein rohstoffreiches, geografisch vielfältiges Land mit bedeutender wirtschaftlicher Dynamik und tief verwurzelten sozialen und territorialen Gegensätzen. Von der Pazifikküste über die Anden bis zum Amazonasbecken umfasst das Land grosse Ökosysteme mit globaler Biodiversitätsrelevanz. Gleichzeitig ist Peru strukturell geprägt von Ungleichverteilung, politischer Instabilität und ökologischer Belastung.
Trotz eines vergleichsweise hohen Pro-Kopf-Wachstums und einer exportorientierten Wirtschaft (Bergbau, Landwirtschaft, Fischerei) bleiben grosse Bevölkerungsgruppen – insbesondere in ländlichen Anden- und Amazonasregionen – von Grundversorgung, Infrastruktur und Teilhabe weitgehend ausgeschlossen.
Der Klimawandel trifft Peru in mehreren Dimensionen: Schmelzende Gletscher, häufigere Überschwemmungen und Dürren sowie zunehmende Erosion gefährden die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen.
Peru steht damit exemplarisch für die Herausforderung, wirtschaftliches Wachstum in eine sozialökologische Transformation zu überführen – gerecht, widerstandsfähig und territorial ausgewogen.
Die peruanische Regierung verfolgt eine auf Nachhaltigkeit und Regionalisierung ausgerichtete Agenda mit klarem Fokus auf Klimaschutz, Armutsbekämpfung und dezentrale Stärkung:
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Langfristige Vision für ein wohlhabendes, gleichberechtigtes und nachhaltiges Peru, basierend auf sieben nationalen Prioritäten, inkl. ökologischer Gerechtigkeit und territorialer Kohäsion.
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Rahmenstrategie zur Erhöhung der Resilienz gefährdeter Bevölkerungsgruppen, Schutz natürlicher Ressourcen und Förderung von Frühwarnsystemen und klimaangepasster Infrastruktur.
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Die nationale SDG-Plattform (Ceplan) koordiniert sektorübergreifend die Integration globaler Nachhaltigkeitsziele in öffentliche Programme und Subnationalpläne.
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Förderung von Kleinbauern, Verbesserung des Zugangs zu Ressourcen, Märkten und Technologie – insbesondere für Frauen, indigene Produzent*innen und abgelegene Gemeinden.
Diese Strategien sind integrativ gedacht: Sie verknüpfen ökologische Resilienz, territoriale Integration und soziale Gerechtigkeit – mit starkem Bezug zur Agenda 2030 und zur Agenda 2063 der AU.
Peru verliert jährlich Gletscherfläche, was die Wasserverfügbarkeit in den Andenregionen gefährdet. Überschwemmungen und Erdrutsche im Amazonas und an der Küste nehmen zu. Ländliche Gemeinden verfügen kaum über Infrastruktur zum Risikomanagement.
Obwohl über 50 % der Landbevölkerung im Agrarsektor tätig ist, kontrollieren wenige Akteure den Export. Die kleinbäuerliche Landwirtschaft ist unterfinanziert, der Zugang zu Land, Krediten und Ausbildung ungleich verteilt.
Mehr als 55 indigene Gruppen leben im Amazonasraum Perus. Viele ihrer Territorien sind durch illegale Abholzung, Bergbau und schwache staatliche Präsenz bedroht – was zu chronischen Konflikten führt.
In Ballungszentren wie Lima oder Trujillo leben grosse Bevölkerungsgruppen in informellen Siedlungen mit unzureichendem Zugang zu Wasser, Energie, Mobilität und Abfallentsorgung – oft in besonders klimaexponierten Lagen.
Peru ist aktives Mitglied der NDC-Partnership, erhält Mittel aus dem GCF, GEF und von bilateralen Partnern (z. B. Deutschland, Schweiz, Norwegen) für Klimawandelanpassung, Forstschutz und indigene Inklusion.
Als Teil des Amazon Cooperation Treaty Organization (ACTO) engagiert sich Peru für bioregionale Zusammenarbeit – u. a. im Bereich indigener Rechte, Monitoring und ökosystembasierter Wirtschaft.
Mit einem entwickelten SDG-Framework, einer subnationalen Koordinationsplattform und regelmässiger Berichterstattung an die UN ist Peru regionaler Vorreiter in der institutionellen Verankerung globaler Nachhaltigkeitsziele.
Die Green Nations Foundation fokussiert ihre Arbeit in Peru auf vier strategische Wirkungsbereiche:
Unterstützung von Speicherlösungen, Wiederaufforstung, alpiner Biodiversitätspflege und klimaangepasster Bewässerungssysteme in Höhenlagen (z. B. in Apurímac, Huancavelica, Ayacucho).
Partnerschaft mit indigenen Netzwerken zur territorialen Sicherung, Biodiversitätsmonitoring und Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft im Amazonasgebiet.
Ausbau praxisnaher Ausbildung in Agrarverarbeitung, Solartechnologie und ökotouristischem Management – v. a. in Übergangsregionen zwischen Land und Stadt.
Förderung nachhaltiger Mobilität, Abfallwirtschaft und sozialer Grünräume in städtischen Peripherien – mit Community-Ansatz und Gender-Perspektive.
Die Arbeit von Green Nations in Peru zahlt gezielt auf folgende Ziele ein: