Entwicklungsstrategie Sri Lankas
Die Regierung Sri Lankas verfolgt seit der Schuldenkrise einen Neuaufbauprozess mit strategischer Öffnung für ökologisch-soziale Entwicklungsansätze:
Sri Lanka ist ein tropischer Inselstaat mit hoher Biodiversität, reicher Kulturgeschichte und geopolitisch sensibler Lage im Indischen Ozean. Als Brückenkorridor zwischen Asien, Afrika und dem Nahen Osten war Sri Lanka lange Zeit ein aufstrebendes Entwicklungsland mit hoher Alphabetisierungsrate, starker Agrarwirtschaft und wachsenden Tourismuszahlen.
Nach der Wirtschafts- und Schuldenkrise 2022 befindet sich das Land jedoch in einem tiefgreifenden Transformationsprozess – zwischen fiskalischer Stabilisierung, sozialer Kompensation und einer dringend notwendigen ökologischen Neuausrichtung. Ländliche Armut, ungleicher Zugang zu Wasser, Verschuldung von Kleinbauern, Küstenübernutzung und Klimarisiken stellen zentrale Herausforderungen dar.
Gleichzeitig verfügt Sri Lanka über starke humanitäre Kapazitäten, aktive zivilgesellschaftliche Netzwerke und ein wachsendes Interesse an nachhaltiger Landwirtschaft, ökologischer Bildung und regenerativer Infrastruktur – mit internationaler Unterstützung.
Die Regierung Sri Lankas verfolgt seit der Schuldenkrise einen Neuaufbauprozess mit strategischer Öffnung für ökologisch-soziale Entwicklungsansätze:
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Rahmenplan für wirtschaftliche Diversifizierung, nachhaltige Landwirtschaft, Bildung, Energieunabhängigkeit und soziale Inklusion.
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Mehrjährige Strategie für sektorübergreifende Klimaanpassung, mit Fokus auf Landwirtschaft, Wasser, Gesundheit, Küstenschutz und urbane Resilienz.
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Aktuelle Neupositionierung auf Basis der Post-Krisenplanung – mit Schwerpunkt auf Kreislaufwirtschaft, ökologischem Landmanagement und grüner Beschäftigung.
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Institutionalisierte Verknüpfung der Agenda 2030 mit sektoralen Entwicklungsplänen und jährlicher Fortschrittsberichterstattung an die UN.
Nach Jahren hoher Auslandsschulden, Devisenmangel und Importengpässen stehen viele Haushalte – insbesondere Kleinbauern – vor finanzieller Not. Viele lokale Wirtschaftskreisläufe sind unterkapitalisiert.
Dürren, Starkregen und Zyklone nehmen zu. Über 60 % der landwirtschaftlichen Produktion ist regenabhängig, während viele Regionen nicht an funktionierende Wasserinfrastruktur angebunden sind.
Sri Lankas 1’340 km Küstenlinie ist zunehmend von Erosion, Korallenbleiche, Überfischung und Verschmutzung betroffen. Der Rückgang mariner Biodiversität hat auch Auswirkungen auf Ernährung und Tourismus.
Obwohl die Alphabetisierungsrate hoch ist (> 92 %), bestehen deutliche Unterschiede zwischen Stadt und Land, Norden und Süden, Singhalesen und Tamilen – insbesondere im Zugang zu Infrastruktur, Technologie und nachhaltiger Beschäftigung.
Sri Lanka ist Partner des Green Climate Fund (GCF), NDC-Partnership und Climate Risk Early Warning Systems (CREWS) – mit Projekten zur Wassersicherheit, Risikomanagement und klimagerechter Infrastruktur.
Mit dem SDG Secretariat unter dem Premierminister und einem nationalen SDG-Datenportal verfügt Sri Lanka über eine konsolidierte Struktur zur Zielverfolgung und Integrationsfähigkeit auf Subnationalebene.
Unterstützung durch Weltbank, ADB, UNDP, GIZ und Japan in den Bereichen Bildung, ländliche Entwicklung, Landwirtschaftsreform und Energieeffizienz – mit zunehmendem Fokus aufKreislaufwirtschaft und soziale Absicherung.
Die Green Nations Foundation fokussiert ihre Arbeit in Sri Lanka auf vier strategische Handlungsfelder:
Förderung effizienter Bewässerung, Speichertechnologien, Agroforstwirtschaft und kleinteiliger Wassergenossenschaften im Nordosten und in den zentralen Hochlandregionen.
Unterstützung für Solar- und Biogasprojekte in Gemeinden mit instabiler Stromversorgung – gekoppelt an Ausbildungsinitiativen und Abfallwirtschaft.
Wiederherstellung degradierter Küstenökosysteme, Schutz mariner Biodiversität, Mangrovenaufforstung und nachhaltige Aquakultur mit Gemeindepartnerschaften.
Begleitung von Sozialunternehmen und Kooperativen in strukturschwachen Regionen, inkl. Förderung frauengeführter Initiativen in Landwirtschaft, Handwerk und Tourismus.
Die Arbeit von Green Nations in Sri Lanka leistet gezielte Beiträge zu folgenden Zielen der Agenda 2030: